Turnfahrt Frauenriege

„Süess knackig und loschtig“
So lautete das Motto für die diesjährige Turnfahrt der Frauenriege Degersheim. Das Programm blieb von den Organisatorinnen Andrea Senn und Doris Forrer geheim.

Morgens um halb acht trafen sich 18 Frauen bei der Post in Degersheim. Schon im Vorfeld merkten einige, dass um diese Zeit gar kein Postauto fährt. Darum ging es dann auch zu Fuss Richtung Inzenberg, Baldenwil bis zum ersten Halt beim Rössli Magdenau. Da das Restaurant vorübergehend geschlossen ist, verwöhnte uns Kerstin mit einem Glas Champagner. Vielen Dank nochmals.
Weiter ging es Richtung  Flawil steil den Wald hinunter zum Schoggiland. Dort stiessen nochmals drei Frauen dazu, welche den ersten Teil mit dem Postauto absolvierten. Welch ein Glück, schon Morgens um 10.00 Uhr Schokolade zu essen. Mit einem Film startete diese lehrreiche, interessante Führung. Jeder durfte noch eine Schokolade mit den eigenen Vorlieben dekorieren. Im Verkaufsladen wurde weiter degustiert und eingekauft. Somit ist das Thema süss abgehackt und wir machten uns zu Fuss zum Bahnhof Flawil auf.

Mit dem Zug und Bus erreichten wir nach dem Mittag die Firma Möhl in Stachen bei Arbon. 
Auch hier duften wir eine ganz spannende Führung erleben und wissen nun, wie aus dem knackigen Apfel feiner Süssmost, saurer Most oder ein Cider entsteht. Nach der Degustation wurden wir mit einem feinem Fleischplättli verwöhnt. Es blieb auch genug Zeit, um das Museum oder den Shop  zu besuchen.

Mit dem Bus und zu Fuss errichten wir unsere Schlafstätte im Strohhotel in Frasnacht.
Hier wurden zuerst alle einquartiert. Sei es im Haus mit Betten oder im alten Stall im Massenlager mit den eigenen Schlafsäcken.
Nach einem kurzen Apero marschierten wir am See entlang nach Arbon zum Restaurant Frohsinn. Bei einem sehr feinen Nachtessen, einem Gläschen Wein und lustigen, intensiven Gesprächen verging die Zeit wie im Flug.
In einer kleinen Bar zuoberst im Schädler Turm genossen wir noch einen oder zwei Schlummis. Die Barmaid wurde sichtlich überrannt bei so vielen Frauen. Selbstverständlich übernahmen Barbara und Doris gleich den Service. 
Einige machten sich zu Fuss wieder auf den Heimweg, während die anderen nochmals eine Runde bestellten und nachher dafür den letzten Bus nahmen. Nach einer rasanten Fahrt errichten auch die wohlbehalten die Unterkunft.
Im Massenlager wurde noch lange geredet, gekichert und der nächste Organisator für die nächste Turnfahrt gesucht. Gell, Maria und Barbara.

Am Morgen genossen wir das Frühstück auf dem Bauernhof, bevor die Organisatorinnen das Programm bekannt gaben.
Wir fuhren anschliessend mit dem Bus wieder nach Arbon, wo wir noch genug Zeit hatten den Bodensee zu bestaunen. So schön diese Ruhe, Stille und die Morgenstimmung.
Mit dem Zug ging es nach Rorschach und mit dem offenen Heidenerbähnli hinauf nach Heiden. Hier bestaunten wir zuerst die herrliche Aussicht. So schön ist doch unsere Ostschweiz.
Ab hier wanderten wir durch Heiden, an kleinen Bächen und an Kuhherden vorbei. Der steile Aufstieg zum Chindlistein war zum Glück im Wald und darum nicht zu heiss. Doch diese Anstrengung hat sich gelohnt. Andrea erzählte uns noch viel Wissenswertes über diesen magischen Ort.

Nach einer kleinen Stärkung aus dem Rucksack führte unsere Wanderung weiter Richtung Walzenhausen. Der Weg ging über Wiesen, durch Wälder und vorbei an schönen Höfen. Wir genossen immer wieder die schöne Aussicht oder die wunderbare Natur und Herbstzeit. Viele Pilze konnten wir bestaunen und fanden auch schon die ersten farbigen Herbstblätter.

In der Bäsebeiz Grauenstein wurde uns ein feiner Fitnessteller serviert mit frischem Holzofenbrot. Was für ein Genuss. Leider blieb uns für einen Kaffee keine Zeit mehr, da wir noch einen stündigen Marsch bis zur Bahn in Walzenhausen vor uns hatten. Auch dieser Weg war sehr schön, sei es die Aussicht oder die Natur.
Mit der Bahn ging es steil bergab nach Rheineck. Hier stiegen wir in den Zug der uns auf direktem Weg und ohne umzusteigen nach Degersheim zurückbrachte.

Es war eine  süsse, knackige und loschtige Turnfahrt.

Herzlichen Dank an Andrea und Doris für die Organisation und euren Männern für das Schoggi, Most und Schlafsäcke holen.

Text von Monika Schönenberger