Turnfahrt Frauenriege

Vierzehn Frauen versammelten sich am Samstag, 2. Oktober auf dem Bahnhof Degersheim zur Turnfahrt unter dem Motto «mehrmals eine Stunde».

Die SOB brachte uns nach einer Stunde nach Ziegelbrücke und wir stiegen ins Postauto Richtung Amden. Gleich zu Beginn des Fussmarsches ein bisschen Action: Maria verlor Stück um Stück ihrer Schuhe und legte eine Spur bis zum Stausee. Umkehren und ein Schuhgeschäft suchen war angesagt, begleitet von Doris machte sie sich gleich schon wieder auf den Rückweg.

Die anschliessende Wanderung, eine halbe und eine Stunde, führte entlang des Walensees Richtung Betlis. Im kleinen Weiler hörte man auch schon unser Zwischenziel: die Seerenbachfälle. 585 m stürzt das Wasser über die Felswand hinunter ins Tal. Ein paar Fotos und die erste Zwischenverpflegung bevor es weiterging. Aber ein kleiner Fehltritt von Andrea hatte schlimme Folgen. Sie konnte ihr Knie nicht mehr belasten und wurde durch einen hilfsbereiten Einwohner von Betlis nach Weesen chauffiert, von wo sie den Zug nach Hause nehmen musste. Die immer kleiner werdende Gruppe spazierte an der Kapelle von Betlis vorbei zum Schiffsteg. Die Schifffahrt nach Weesen, eine knappe halbe Stunde, verging wie im Flug und dort warteten Maria mit nigelnagelneuen Trekkingschuhen und Doris auf die Frauen. Mit dem Bus zurück nach Ziegelbrücke, umsteigen in den Bahnersatz nach Schwanden und weiter bis Elm, so sah das Programm aus, dies dauerte zweimal eine Stunde. Bei schönem Wetter konnten wir unser Mittagessen draussen geniessen, natürlich eine Stunde und flanierten anschliessend noch ein bisschen durch das schöne Dörfli. 

Die Führung durch die bekannte Schiefertafelfabrik war interessant und gespickt mit Anekdoten aus der Zeit, wo dort noch Schultafeln produziert wurden und dauerte eine halbe und eine Stunde. Wieder in der Gegenwart brachte uns der Bus nach Obererbs und nach einem warmen Kafi marschierten wir eine Stunde den Höhenweg entlang bis zu unserem Nachtquartier auf der Bischofalp. Nach dem Nachtessen spielten wir bis spät am Abend und genossen die bequemen Betten ein paar Stunden bis zum Frühstück.

Schon in der Nacht hatten wir den Wind gehört und am Morgen war das Wetter wieder schön obwohl über den Bergen teilweise dicke Wolken hingen und uns ein kühler Wind um die Ohren blies. Nach einer halbstündigen Wanderung zum Ämpächli gab es dann ein weiteres Highlight zu geniessen. Mit den Mountaincarts sausten wir den Berg hinunter nach Elm. Unterwegs musste noch ein umgestürzter Baum aus dem Weg geräumt werden. Die geplante Fahrt mit der Seilbahn auf die Tschinglen-Alp wurde abgesagt, da der Föhn zu stark war. Auf dem Elmer-Citro-Weg spazierten wir dennoch bis zur Talstation und wieder zurück zum Dorf. Ganz Elm und Umgebung war auf den Beinen und wartete auf den Alpabzug der Sennen. Geschmückte Kühe und Sennen mit den grossen Treicheln kamen die Strasse entlang und boten herrliche Fotosujets.

Auch diese beiden Tage gingen zu Ende und nach der Rückfahrt, etwas mehr als zweimal eine Stunde, erreichten wir wieder Degersheim. Herzlichen Dank den beiden Organisatorinnen Heidi und Romana und gute Besserung an Andrea.

Text von Monika Schönenberger